Ölpreis auf Rekordtief – lohnt Sanieren trotzdem?

Altbautage Mittelfranken informierten Tausende über Sanieren und Energiesparen

Rund 3.500 Besucher informierten sich heuer bei den Altbautagen, der Fachmesse rund um Sanieren und Energiesparen im Bildungszentrum (BZ) 2 der Handwerkskammer für Mittelfranken. Auf den Gängen traf man zahlreiche „alte Hasen“. Aber auch Neulinge flanierten durch die Werkstätten und ließen sich beraten. „Wo finde ich Schreiner für eine neue Haustür?“, „Wer kann mir etwas über Heizkessel sagen?“ oder „Wie rüste ich mein Zuhause um zum Smart Home?“ Über hundert Aussteller und 48 Vorträge mit Themen wie Wärmedämmung, Veralgung der Fassade, hybride Heizsysteme, Fördermittel und Fenstertausch gaben Antwort.

Viel Potential
Das wichtigste Thema 2016? „Der niedrige Ölpreis“, sagt Handwerkskammer-Präsident Thomas Pirner. Denn der ist derzeit auf dem gleichen Niveau wie vor 13 Jahren als die Altbautage zum ersten Mal stattfanden. Das wirkt sich auch auf den Markt aus: „Ist die Rechnung nicht so hoch, wird die Sanierung oder der Austausch der alten Heizanlage geschoben“, weiß Wilhelm Scheuerlein, Organisator und Energieexperte bei der Kammer.

Dabei gibt es jede Menge Förderprogramme, die ein findiger Hausbesitzer nutzen kann. Besonders erfreulich: Die Bayerische Staatsregierung hat im September das „10.000-Häuser-Programm“ zur Unterstützung der Gebäudesanierung aufgelegt. 90 Millionen Euro befinden sich für effiziente Gebäudetechnologien im Topf. Zwischen 1.000 und 18.000 Euro, die wiederum mit den Förderprogrammen der KfW kombiniert werden können, warten darauf, abgerufen zu werden.

Blick in die Zukunft
In der Sonderausstellung rund um das Thema „Smart Home“ zeigten die Innung für Elektro- und Informationstechnik Nürnberg und das E-Home-Center Nürnberg, was das „clevere Zuhause“ kann oder schon bald können wird: Von der Demenzprävention über Kleinwindenergieanlagen, von der Infrarot-Heizung über Luftaustauschsysteme. Die Möglichkeiten sind vielfältig.